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Liebe Filmtagebesucher,

auch im 45. Jahr steht der deutsche und deutschsprachige Film im Mittelpunkt der Internationalen Hofer Filmtage. Besonders durch die Möglichkeit des digitalen Drehens ist eine unbändige Lust am Filmemachen zu bemerken. Trotz dieser digitalen Welle besteht die Hälfte unseres Programms noch immer aus analogen 35mm Filmen. Man darf gespannt sein, wie sich dieses Verhältnis in der Zukunft entwickeln wird. Die Hofer Filmtage sind jedenfalls auf die Neuerung eingestellt – alle acht Festivalkinos sind bereits digitalisiert.

Aus den fast 3000 Einreichungen aus aller Welt sind für die 45. Internationalen Hofer Filmtage 74 lange Dokumentar- und Spielfilme sowie 38 Kurzfilme ausgewählt worden. Wie immer besticht die Vielfalt der Themen und Geschichten, die unsere heutige Gesellschaft widerspiegelt, die politischen Verhältnisse und auch die daraus resultierenden privaten Probleme in Familie und Beziehung. So beschäftigen sich beispielsweise gleich drei deutschsprachige Spielfilme – DIE FARBE DES OZEANS von Maggie Peren, IMPLOSION von Sören Voigt  und BLACK BROWN WHITE des Österreichers Erwin Wagenhofer – mit den dramatischen Schicksalen afrikanischer Flüchtlinge.

Aus den deutschen Filmhochschulen kommen zahlreiche Filme, denn nach neuen Talenten  Ausschau zu halten, gehört zur Tradition der Internationalen Hofer Filmtage. Und in diesem Zusammenhang möchte ich auch auf Regisseure hinweisen, die in diesem Jahr ihre Spielfilmdebüts  präsentieren: unter anderem Carsten Unger mit BASTARD, der die 45. Hofer Filmtage eröffnet, Stephan Rick mit UNTER NACHBARN, Leo Khasin mit KADDISH FÜR EINEN FREUND, Niki Drozdowski mit EXTINCTION – THE G.M.O. CHRONICLES.

Auch der Dokumentarfilm ist  mit zwölf deutschen und etlichen internationalen Produktionen wieder prominent vertreten. Der Themenkreis ist weit gefächert und reicht vom politischen Sujet über Reisebeschreibungen, die uns in eine fremde Welt entführen, und Porträts bis zu Filmen über legendäre Musiker, Clubs und Szenemusik.

Das internationale Programm, das auch deutsche Co-Produktionen enthält, spannt einen Bogen von einem zum anderen Ende der Welt und umfasst Beiträge aus den USA, Japan, Brasilien, den Niederlanden, Norwegen und Quebec.

Und natürlich sind wie immer Österreich und die Schweiz mit zahlreichen Spiel- und Dokumentarfilmen dabei, und ich freue mich, Regisseure wie Urs Odermatt, Samuel A. Schwarz und Julian Grünthal, Rolando Colla, Nick Brandestini, Peter Payer, Thomas Roth, Arman Riahi, Ludwig Wüst, Paul Poet, Günter Schwaiger, Elfi Mikesch begrüßen zu dürfen

Einen weiteren Schwerpunkt bildet, wie schon in den letzten Jahren, der französische Film. Wir zeigen neun lange Spiel- und Dokumentarfilme, fünf Kurzfilme sowie etliche Co-Produktionen, und auch hier lassen es sich die meisten Regisseure nicht nehmen, nach Hof zu kommen, um selbst mit dem Publikum über ihre Werke zu diskutieren.

Eine besondere Freude ist es mir, David Mackenzie willkommen zu heißen. Ihm ist das diesjährige Porträt gewidmet, und wir zeigen seine sieben Spielfilme sowie vier seiner Kurzfilme. 2001 konnte David Mackenzie mit THE LAST WILDERNESS seinen ersten Spielfilm drehen. Mit YOUNG ADAM, der 2003 in Hof zu sehen war, gelang ihm der internationale Durchbruch. Er wurde zum British Newcomer des Jahres 2004 gewählt. Durch die folgenden Filme HALLAM FOE, ASYLUM, SPREAD und PERFECT SENSE etablierte sich David Mackenzie als einer der innovativsten europäischen Filmemacher. Sein neuestes Werk YOU INSTEAD hatte gerade in den britischen Kinos Premiere.

WELCOME DAVID MACKENZIE!

Ich wünsche allen Gästen spannende und aufregende Filmtage in Hof!


Heinz Badewitz

 
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