Ein weiteres Highlight im Programm ist die Weltpremiere des Liquid Staging Projektes ELECTRA ‘21. Der Künstler Asteris Kutulas führt uns ein in die Kino-, Ballett- und Show-Welt. Das Live-Erlebnis besteht aus der perfekten Mischung von Tanz, Musik, Theater sowie Film auf vier zeitgleich ablaufenden – zum Teil hybriden – Filmen zu Mikis Theodorakis Musik ELECTRA ‘21.

Liquid-Staging

Electra still 01
Electra still 02

Das Live-Erlebnis besteht aus dem Gesamt-Erlebnis der Musik, vier zeitgleich ablaufenden – zum Teil hybriden – Dokumentarfilmen und einer Installation. Das Publikum entscheidet selbst: Die Besucher*innen können sich in dieser Liquid-Staging-Installation bewegen, sitzen oder stehen und ihre Aufmerksamkeit jeweils auf das richten, was sie gerade fesselt. Dabei nimmt jede*r immer mehreres zugleich wahr. Diese Show-Installation bewegt sich weg vom eindimensionalen Sehen des 19. Jahrhunderts und offeriert dem Publikum das polydimensionale Sehen, das der Komplexität unserer Epoche viel mehr entspricht. Ein neuartiges Live-Erlebnis.

„Schon lange hatte ich die Vision, die Welt des Kinos mit der Welt des Balletts und der Show-Welt zu verbinden: in einem Kunstwerk für das 21. Jahrhundert. Präsentiert werden vier gleichzeitig laufende Filme, die alle auf derselben Musik-Aufnahme derselben Electra-Opern-Musik von Mikis Theodorakis basieren. Absolut synchron zu dieser ELECTRA ‘21-Musik werden auf vier Leinwänden die vier Filme gezeigt, die die folgenden vier Ebenen (layer) des Gesamtwerks ELECTRA ‘21 darstellen.“

Electra – ein zeitloser Thriller. Der Vater opfert die älteste Tochter für Macht und Ruhm. Seine Ehefrau erschlägt ihn dafür Jahre später. Ihre Kinder Electra und Orest töten sie, um den Vater zu rächen. Ein Kreis des Hasses und der Vernichtung. Kein Happy End.

Musik Mikis Theodorakis / Text Sophokles / Konzept Asteris & Ina Kutulas / Choreografie Renato Zanella / Elektra Sofia Pintzou / DOP James Chressanthis ASC, GSC / Schnitt Yannis Sakaridis / Stella Kalafati, Dimitris Argyriou, Asteris Kutulas u.a.

Art Director Achilleas Gatsopoulos / Szenografie Georgios Kolios / Kostüme Olgica Gjorgieva / Technische Direktion Gerd Helinski/PRG / Musik Produktion, Mix & Mastering Alexandros Karozas / Regie Asteris Kutulas / Dank für Mitarbeit Jörg Krause, Christian Jansen, Rafika Chawishe

Details

Weitere Informationen zu ELECTRA ‘21 und den teilnehmenden Künstler*innen finden sie im Programmheft.

Programm

Datum
Uhrzeit
Ort
Title
Samstag, 30.10
19:00
Haus der Musik
Electra ‘21
Samstag, 30.10
21:00
Haus der Musik
Electra ‘21
Sonntag, 31.10
11:00
Haus der Musik
Electra ‘21
Sonntag, 31.10
12:30
Haus der Musik
Electra ‘21
Sonntag, 31.10
14:00
Haus der Musik
Electra ‘21

Hinweis

Bitte beachten: max. 40 Zuschauer*innen möglich

Asteris Kutulas

Asteris Kutulas By

Asteris Kutulas wurde 1960 in Oradea/Rumänien als Sohn griechischer Emigranten geboren. 1968 Übersiedlung in die DDR. 1979-84 Studium der Germanistik und Geschichte der Philosophie an der Karl-Marx-Universität Leipzig.

Der Autor, Regisseur, polymediale Künstler, Musik- und Event-Produzent lebt in Berlin, ist verheiratet mit der Autorin und Künstlerin Ina Kutulas und hat einen erwachsenen Sohn.

Er übersetzte seit 1981 meist zusammen mit seiner Frau Ina Kutulas Werke bedeutender griechischer Autoren wie Jannis Ritsos, Konstantin Kavafis, Odysseas Elytis und Giorgos Seferis sowie die Autobiografie, Schriften und Interviews von Mikis Theodorakis ins Deutsche. Seit den 1990er Jahren Tätigkeit als Musik- und Event-Produzent. Zwischen 1999 und 2010 produzierte er mit dem Licht-Architekten Gert Hof über 40 Mega-Events u.a. in Athen, Berlin, Peking, Malta, Vilnius, Atlantic City, Budapest etc. Zwischen 2010 und 2019 Executive Producer und Dramaturg bei der "Apassionata", Europas größte Family-Entertainment-Show. 2015 initiierte er zusammen mit Ina Kutulas das griechische Filmfestival "Hellas Filmbox Berlin". Seit 2011 Kooperation mit dem Choreografen Renato Zanella bei der Ballettfilm-Trilogie "Medea | Electra | Antigone". 2021 veröffentlichte er sein "Liquid Staging Manifest", eine Theorie über die "Verräumlichung des Films" als Grundlage zur Entwicklung neuer Show-Formate.

Für Mikis Theodorakis war er ab 1980 zunächst als Dolmetscher und künstlerischer Mitarbeiter in der DDR tätig. Die sich daraus entwickelnde Freundschaft und die sehr intensive Arbeitsbeziehung verband ihn mit dem Komponisten bis zu dessen Tod im September 2021. Er produzierte für ihn über 30 CDs und organisierte seit 1988 weltweit über 100 Konzerte. Kutulas drehte eine Reihe von Filmen über ihn, wie z.B. "Sonne und Zeit" (2000) und "Mikis Theodorakis. Komponist" (2011) zusammen mit Klaus Salge sowie "Recycling Medea" (2014) und "Dance Fight Love Die" (2018) zusammen mit Ina Kutulas. 2021 Weltpremiere seines "Electra '21" Liquid Staging Projektes mit der Opern-Musik von Mikis Theodorakis bei den 55. Internationalen Hofer Filmtagen.