|8|16|35| HoF Classics auf Film

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    Zum 60. Jubiläum der Internationalen Hofer Filmtage lädt die Reihe |8|16|35| zu einer besonderen Reise durch die Film(tage)geschichte ein. In einer einmaligen Kinosituation zeigen wir fünf prägende Werke, die einst bei den Internationalen Hofer Filmtagen Premiere feierten – auf 8, 16 oder 35 mm, so, wie sie für das Kino gedacht und gemacht wurden: ganz original, ganz echt, persönlich präsentiert von den Filmschaffenden, die damals bei den Premieren häufig noch in ihren Anfängen waren.

    Als eines der Jubiläums-Highlights sind Caroline Link, Sönke Wortmann, Monika Treut, sowie Axel Ranisch, der einen Rosa von Praunheim Film zeigt, vor Ort. Eine weitere Vorführung gedenkt dem erst kürzlich verstorbenen Tony Gatlif. Es bietet sich die Chance, gemeinsam auf prägende Filme und Erlebnisse zurückzublicken und diese wiederum fortzuschreiben. Ganz analog zum Mitspüren.

    “Dass zu den HoF Classics so viele großartige Filmschaffende an den Ort ihrer Karrierestarts wieder zusammenkommen, ist für uns alle hoch emotional. Denn so erinnern wir bei unserem großen Jubiläum nicht nur, sondern machen spürbar, warum Kino lebt – und warum Geschichten bis heute Funken schlagen.”

    Thorsten Schaumann
    Künstlerischer Leiter der Internationalen Hofer Filmtage

    Was einst technischer Standard jeder Filmvorführung war, ist heute zu einer besonderen Rarität geworden. Die Kuratierung analoger Kopien gleicht einer Trüffelsuche durch die Archive der Welt – und macht jede der folgenden fünf Vorführungen zu einem einzigartigen Kinomoment:

    IM WINTER EIN JAHR von Caroline Link – 42. IHF 2008

    Der Film basiert auf dem Roman Aftermath von Scott Campbell und handelt von einer Mutter (gespielt von Corinna Harfouch), die einen Maler (Josef Bierbichler) bittet, ein Porträt ihrer verstorbenen Kinder zu malen, um den Verlust ihres Sohnes zu verarbeiten.

    FOTOFINISH von Sönke Wortmann – 20. IHF 1986

    Der schwarzweiße Kurzfilm handelt von einem hochverschuldeten Mann namens Jupp. Er hat eine besondere Idee, um mit einem spektakulären Foto viel Geld zu verdienen. Deshalb plant er ein spektakuläres Unglück am Münchner Olympiaturm und wendet er sich an einen Sprengstofftechniker.

    DIE JUNGFRAUENMASCHINE von Monika Treut – 22. IHF 1988

    Der experimentelle Spielfilm dreht sich um die junge Hamburger Journalistin Dorothee Müller, die sich ihres aufdringlichen Liebhabers Heinz überdrüssig ist. Sie begibt sich nach Antworten auf die Frage, ob die romantische Liebe eine reine „Krankheit der Frauen“ ist. Schauplätze ihrer Recherche sind unter anderem die Praxis eines genusssüchtigen Hormonforschers und das Affenhaus im Zoo.

    MEINE MÜTTER – SPURENSUCHE IN RIGA von Rosa von Praunheim – 41. IHF 2007

    In dem sehr persönlichen Werk thematisiert Rosa von Praunheim seine eigene Lebensgeschichte: Im Alter von 58 Jahren erfuhr er von seiner damals 94-jährigen Mutter Gertrud Mischwitzky, dass er während des Zweiten Weltkriegs in einem Kinderheim im besetzten Riga adoptiert worden war. Der Film dokumentiert seine anschließende Spurensuche nach seiner leiblichen Mutter in Lettland. Rosa von Praunheim starb im Dezember 2025. Der Regisseur Axel Ranisch, ein erklärtes „Rosakind“, hat sich für Hof Classics diesen Dokumentarfilm ausgesucht und wird ihn persönlich vorstellen.

    TRANSYLVANIA von Tony Gatlif – 40. IHF 2006

    Die schwangere Italienerin Zingarina reist schwanger und voller Hoffnung nach Transsilvanien, um den Vater ihres Kindes – den Musiker Milan – zu finden, der aus Italien abgeschoben wurde. Als Zingarina Milan schließlich aufspürt, weist dieser sie kalt zurück und klärt sie auf, dass er sie lediglich verlassen hat. Einsam und verzweifelt streift sie durch Rumänien und lernt unterwegs den Einzelgänger Tchangalo kennen, der ebenso wie sie seine Unabhängigkeit liebt und keine Grenzen kennt. Die Vorführung erhält eine besondere Bedeutung durch den Tod von Tony Gatlif, der erst vor wenigen Wochen verstorben ist.

    Veröffentlicht am: 30. September 2026

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