27 Internationale Langspielfilme im Programm der 60. Internationalen Hofer Filmtage

    Tinā - Poster 1

    Die 60. Internationalen Hofer Filmtage laden in diesem Jahr zu einer cineastischen Reise rund um den Globus ein: Insgesamt 27 internationale Langspielfilme bereichern das diesjährige Programm – darunter sind Welt- und Deutschlandpremieren. 

    Die Filme führen das Publikum weit über Grenzen hinweg: von Kambodscha, Neuseeland, Indien, China, Japan und Singapur über Iran, Saudi-Arabien, Algerien und Marokko bis nach Kanada und Mexiko. Auch Europas vielfältige Kinolandschaft ist vertreten – mit Filmen aus Frankreich, Griechenland, Italien, Österreich, Belgien, der Schweiz, Spanien, Irland und dem Vereinigten Königreich. 

    Die 27 internationalen Langspielfilme eröffnen neue Perspektiven auf unsere Gegenwart und führen mitten hinein in Lebenswelten, die vertraut erscheinen oder überraschend fremd sind. Dabei treffen unterschiedliche Kulturen, Erfahrungen und Erzählweisen aufeinander und machen die große Vielfalt des internationalen Kinos erlebbar.

    Gekijoban Honto ni Atta Kowai Hanashi: Zokuzoku Hen na Madori - Still 3

    Die Filme: 

    ADIEU MONDE CRUEL, Regie: Félix de Givry, Frankreich 2026
    Der 14-jährige Otto verschwindet, nachdem er jedem seiner Klassenkameraden einen Abschiedsbrief geschickt hat. Während alle glauben, er sei tot, erkennt Lena, ein Mädchen von seiner Schule, ihn eines Nachts wieder, als er durch die Straßen der Stadt irrt. 

    AMS – ARBEIT MUSS SEIN, Regie: Sebastian Brauneis, Österreich 2026
    Marie bekommt mit ihren 58 Jahren in der modernen Arbeitswelt keinen Job mehr, Mahdiya will als Frau mit Migrationshintergrund Polizistin werden – und das kann sich die AMS*-Angestellte Kathi schlicht nicht vorstellen. Gemeinsam mit anderen Leidtragenden nehmen Marie und Mahdiya darum ihr Schicksal selbst in die Hand. Und schon setzt ein schwungvolles Offbeat-Musical in Gang. 

    ASÍ CHEGOU A NOITE, Regie: Ángel Santos, Spanien 2025
    Ein Bildhauer richtet sich in einer abgelegenen ländlichen Gegend an der galizischen Küste ein Atelier ein. Mit der Zeit isoliert er sich immer mehr und bricht den Kontakt zu seiner Familie und seinen Freunden ab. Er beginnt, sich eine neue Identität vorzustellen. Eines Tages holt ihn die Vergangenheit jedoch wieder ein.

    CHIET CHEA MANUSA, Regie: Polen Ly, Kambodscha 2025
    Die ehemalige Schutzgeistin eines verlassenen Kinos wandert durch sich rasch wandelnde Landschaften, um ihre Wiedergeburt zu erreichen. Schockiert von der Brutalität der Welt muss sie sich entscheiden, ob sie wieder Mensch werden oder ein heimatloser Geist bleiben will. 

    FAISAIEN IRLA, Regie: Asier Urbieta, Spanien und Frankreich 2025
    Die Fasaneninsel ist eine Binneninsel im spanisch-französischen Grenzfluss Bidassoa, die alle sechs Monate die Nationalität wechselt. Als die Leiche eines illegalen Einwanderers entdeckt wird, gerät Nassim, einer der Überlebenden, ins Visier einer brutalen Fahndung der französischen Behörden, als er die Grenze zu überqueren versucht. Dieses erschreckende Ereignis wird das Leben von Laida und Sambou für immer verändern.

    FRUTTI DI MARE, Regie: David Lapuch, Österreich 2026
    Die Siebensachen sind bereits im Kofferraum, und die Abschiedsworte sind geübt, als Anna ein letztes Mal die fragwürdig aufgepeppten Tiefkühlpizzen des örtlichen „Italieners“ ausfährt. Das besagte Wirtshaus mit rustikalem, mediterranem Ambiente ist ein Biotop der Gestrandeten, Suchenden und Gelangweilten. Auch Anna könnte bald zu den wenigen Menschen gehören, deren Abwesenheit im Dorf noch Jahre später für Gesprächsstoff sorgt. Doch eine geisterhafte Begegnung bringt sie ins Zaudern – vorerst.

    HALIMA, Regie: Yassine El Idrissi, Marokko 2026
    Halima ist eine ältere Frau, die ein ruhiges Leben am Meer führt und deren Alltag durch einen unerwarteten Anruf auf den Kopf gestellt wird. So ist sie gezwungen, sich mit einer Vergangenheit auseinanderzusetzen, die sie lange verdrängt hat – einer Vergangenheit, die auch die Beteiligung am illegalen Cannabishandel beinhaltet.

    JARDINES DEL BOSQUE, Regie: Alex Barragán und Diego Barragán, Mexiko 2026
    Santos, Lechuga und Daniela erinnern sich an den Sommer 2014, als sie noch Pre-Teens waren, und an Arlette, ein älteres Mädchen aus ihrer Nachbarschaft, das eines Tages spurlos verschwand. Wie besessen von diesem Fall suchen sie unaufhörlich nach Spuren, doch was als unschuldiges Detektivspiel beginnt, wird allmählich zu einem düsteren Geheimnis, das sie für immer verändern wird.

    LA VIOLINISTA, Regie: Ervin Han und Raúl García, Singapur, Spanien und Italien 2026
    Im kolonialen Singapur der 1930er Jahre träumen die junge Fei und das hochbegabte Waisenkind Kai davon, Weltklasse-Geiger zu werden. Doch als der Krieg 1941 Südostasien erreicht, schließt sich Kai dem Widerstand an und verschwindet spurlos. Unfähig, diesen Verlust zu akzeptieren, widmet Fei sich unermüdlich ihrer Karriere als Solistin und reist durch die Region auf der Suche nach ihrem verschwundenen Freund. Ihre Musik wird zugleich zu einem Hoffnungsschimmer und zu einem Ausdruck ihrer Trauer.

    LUCY LOST, Regie: Olivier Clert, Frankreich 2026
    Der charmante Animationsfilm erzählt von Lucy. Seit einem mysteriösen Vorfall hat die 11-jährige ihre Erinnerungen verloren und wird immer wieder von rätselhaften Visionen heimgesucht. Bis eines Tages Milly auftaucht. Die beiden Mädchen treten eine magische Abenteuerreise an, um hinter das Geheimnis der verlorenen Erinnerungen zu kommen – und machen eine unglaubliche Entdeckung über Lucys Vergangenheit. 

    MATA, Regie: Rachel Lang, Frankreich 2026
    Die französische Agentin Mata überlebt knapp eine gescheiterte Geheimoperation in Niger, während ihr Kollege Antoine in Feindeshand gerät. Als Mata entgegen direkten Befehlen auf eigene Faust ermittelt, führt die Spur sie von den Alpen über ihre ehemalige Informantin bis tief in die Reihen des französischen Auslandsgeheimdienstes.Wird Mata es schaffen, Antoine rechtzeitig zu retten? 

    MELPOMÈNE, Regie: Charlotte Dauphin, Frankreich 2026
    Dreißig Jahre nach dem mysteriösen Tod ihrer Mutter kehrt Marthe nach Südfrankreich zurück, um die Wahrheit herauszufinden. Doch je mehr sie sich mit der Vergangenheit beschäftigt, desto mehr scheint ihr die Realität zu entgleiten. 

    MEMOIRE DE FILLE, Regie: Judith Godrèche, Frankreich 2026
    Eine berühmte Schriftstellerin kehrt in ihre Heimatstadt Rouen zurück, um ihr neuestes Buch zu signieren. Auf der Reise dorthin überkommt sie ein Schwindelgefühl, das sie zurück in den Sommer 1958 versetzt – jene Zeit, in der sie zum ersten Mal sexuelle Gewalt erfuhr. Diese Reise in die Vergangenheit ermöglicht es ihr, das junge Mädchen, das sie einst war, besser zu verstehen und sich schließlich mit einem fehlenden Teil ihrer Geschichte zu versöhnen.

    EIN PUB ZUM VERLIEBEN - MOTHER’S PRIDE, Regie: Nick Moorcroft, Vereinigtes Königreich 2026
    Ein Dorf, zwei Pubs. In diese vermeintliche Idylle seiner Heimat kehrt Cal Harley als ausgebrannter Musiker zurück. Um festzustellen: Der Familienpub steckt tief in den roten Zahlen, sein Bruder hat genug von der Verantwortung, sein Vater genug vom Leben und der Wirt des hippen Pub auf der anderen Straßenseite genießt nicht nur Erfolg, sondern auch die Gesellschaft von Cals erster großer Liebe. Die Rettung soll aus dem Zapfhahn kommen: Mit einem selbst gebrauten Ale wollen die Harleys bei den prestigeträchtigen Great British Beer Awards antreten. 

    MURPHY VS. CHRISTMAS, Regie: Alex Fegan, Irland 2026
    Der desillusionierte Künstler Eoin Murphy erzählt seiner kleinen Tochter, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt, was einen massiven öffentlichen Aufschrei, einen gescheiterten Rechtsstreit und einen Kreuzzug gegen den Kommerz auslöst. 

    OÙ EST AVA?, Regie: Romed Wyder, Schweiz 2026
    Um sich vor einem mysteriösen Virus zu schützen, der Frauen plötzlich in Männer verwandelt, verschanzt sich ein Vater mit seiner Familie in einem abgelegenen Bergchalet. Der Wunsch, seine Frau und Tochter vor der Ansteckung zu bewahren, treibt ihn zunehmend in die Radikalisierung. Als er in der benachbarten Alphütte eine weitere Familie entdeckt, setzen Angst und Kontrollwahn Recht und Moral außer Kraft. 

    PEAU À PEAU, Regie: Chloé Cinq-Mars, Kanada und Schweiz 2025
    Nach einem erschütternden Überfall kann die junge Mutter Pénélope, die mit Schlafmangel und einer postpartalen Depression zu kämpfen hat, Traum und Wirklichkeit nicht mehr voneinander unterscheiden. Ihr psychischer Zustand verschlechtert sich immer mehr, und zunehmende Isolation und der Druck des Mutterseins lösen eine paranoide, verzweifelte Abwärtsspirale aus. Dies führt zu einer Reihe fragwürdiger Entscheidungen. 
    PHREAKER
    , Regie: Adam Yorke, Kanada 2026
    Das blinde Wunderkind Jake erobert die Welt der Telekommunikation im Sturm. Als echter „Phreaker“ hackt er Telefonsysteme, indem er Stimmen imitiert, und zwingt dem Netz schon lange vor dem Aufkommen moderner Hacker seinen Willen auf – was schließlich das FBI auf seine Spur bringt. Genie oder Unruhestifter? Entscheidet selbst! Inspiriert von wahren Begebenheiten.

    PIPES, Regie: Karim Kassem, Libanon, Katar und Saudi-Arabien 2025
    Ein pensionierter Mitarbeiter der Wasserwerke wird aus dem Ruhestand beordert, um nach einer fehlenden Leitung zu suchen, die in einem verschlafenen Dörfchen für Chaos sorgt. Er selbst trauert gerade um seinen Freund, der an den Folgen eines seltsamen Gaslecks gestorben ist. 

    SPYING STARS, Regie: Vimukthi Jayasundara, Indien 2025
    Die Wissenschaftlerin Anandi reist auf die Insel Hanuman, um die Bestattungsrituale für ihren Vater durchzuführen. Aufgrund einer Pandemie, die durch eine von Maschinen dominierte Welt ausgelöst wurde, wird sie sofort in einem abgelegenen Hotel unter Quarantäne gestellt. Als ein mysteriöser Stern beginnt, ihr zu folgen, flieht sie und sucht Zuflucht bei einer Mutter und deren Transgender-Tochter.

    STAND UP, Regie: Mari Sanders, Griechenland und Niederlande 2026
    Nachdem sie durch einen Unfall an den Rollstuhl gefesselt ist, passt Vera nicht mehr in ihr altes Leben. Sie begegnet Xander, der von Geburt an mit einer Behinderung lebt, und muss sich entscheiden, ob sie weiter darum kämpfen will, wieder in ihre alte Welt zu gehören, oder ob sie das Risiko eingehen will, sich einen Platz in einer Welt zu sichern, die sie sich nie für sich selbst vorgestellt hätte. 

    THE ARAB, Regie: Malek Bensmaïl, Algerien 2026
    Vor der Kulisse des Algerischen Bürgerkriegs versucht der junge Journalist Kamel, eine verschüttete Geschichte ans Licht zu bringen. Dabei trifft er auf Haroun, einen zurückgezogen lebenden Rentner, der ihm eine verblüffende Geschichte erzählt. Er behauptet, der Bruder jenes „Arabers“ zu sein, der in Albert Camus’ Roman DER FREMDE ermordet wird. Dieser Araber – dessen ausgelöschter Name Moussa lautete – bildet den Ausgangspunkt für eine Neubetrachtung der Geschichte, die sich zwischen kolonialer Erinnerung, familiärem Schweigen und politischer Gewalt bewegt. 

    THE HUSBAND, Regie: Ebrahim Irajzad, Iran 2025
    Setareh ist Witwe. Ihr Mann kam bei einem Unfall ums Leben, nachdem er seine zweite Frau geheiratet hatte. Um nun ein eigenes Kind bekommen zu können, müsste Setareh einen neuen Ehemann suchen, anders geht es nicht. Auf ihrem Weg begegnet sie anderen weiblichen Opfern der gesellschaftlichen Normen.

    TINA, Regie: Miki Magasiva, Neuseeland 2025
    Mareta, die immer noch den Verlust ihrer Tochter durch die verheerenden Erdbeben in Christchurch verarbeitet, nimmt eine Stelle als Aushilfslehrerin an einer angesehenen Eliteschule an. Schnell erkennt sie, dass viele der privilegierten Schüler trotz ihres Wohlstands mit einem Mangel an emotionaler Unterstützung und klarer Führung zu kämpfen haben. Entschlossen, etwas zu verändern, beginnt Mareta, den Jugendlichen Inspiration und Halt zu geben. 

    UNE AFFAIRE TURQUE, Regie: Hüseyin Aydin Gürsoy, Frankreich 2026
    Mathieu, ein ehrgeiziger junger Anwalt, distanzierte sich zugunsten seines gesellschaftlichen Aufstiegs von seiner türkischen Gemeinschaft. Seine Karriere gerät in Gefahr, als er einen jungen Türken verteidigt, der Opfer eines rassistischen Übergriffs geworden ist. Was zunächst wie ein einfacher Fall erscheint, entwickelt sich zu einer politischen Falle auf europäischer Ebene.

    WHERE THE SUN SHINES BRIGHT, Regie: Can-zhao Lam, Volksrepublik China, Malaysia, Schweiz und Kanada 2026
    Im Mittelpunkt des Films steht ein 18-jähriger Junge an der Schwelle zum Erwachsenenalter, dessen Erinnerungen und Beobachtungen sich im Leben von vier Kindern aus demselben Dorf widerspiegeln. Eine Reihe flüchtiger Kindheitserinnerungen, die die Adoleszenz als einer Abfolge emotionaler Verletzungen darstellt. 

    ZOKUZOKU: UNCANNY LAYOUTS, Regie: Hiroki Fujimoto, Japan 2026
    In einem Haus in einem Viertel namens „Alt-Sakaizuka“ ereignet sich eine Reihe unerklärlicher übernatürlicher Vorfälle. Plötzlich gibt es einen nicht existierenden Raum, der auf keinem Grundriss verzeichnet ist. Diese Vorfälle werden anhand von Aufzeichnungen aus fünf verschiedenen Perspektiven dargestellt und offenbaren, wie zerbrechlich und instabil die Grenzen unserer Realität tatsächlich sind.

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