Für ihre Karriere braucht Hanna den Nachweis, dass sie sich ehrenamtlich engagiert hat. Soziale Kompetenz ist gefragt, etwas, das in ihrem Leben bisher keine große Rolle spielte. Deshalb versucht sie, sich durchzuschummeln. Doch ihre Mutter, Leiterin von »Aktion Friedensdienste für Israel«, vermittelt ihr ein Praktikum in einem Behindertendorf in Tel Aviv. Nur widerwillig macht sich Hanna auf die Reise.
In Israel stößt Hanna mit ihrer überheblichen Art bei allen auf Unverständnis, ob in ihrer WG oder auch bei »ihrer« Holocaust-Überlebenden Gertraud. Der ihr zugeteilte Betreuer Itay lässt sie auflaufen. Zugleich beginnt er eine Flirtoffensive, der Hanna sich nicht entziehen kann. Hanna lernt, die Welt durch Itays Augen zu sehen. Doch die Gegensätze ihrer Herkunft stehen zwischen den beiden – bis sie erkennen, dass allein ihr Zusammensein zählt.

 

Cast

Chefin
Claudia-Sofie Jelinek
Personaler
Andreas Borcherding
Dietmar
Martin Ontrop
Uta
Suzanne von Borsody
Gertraud
Lia Koenig
Alex
Trystan Pütter
Maja
Lore Richter
Carsten
Max Mauff
Itay
Doron Amit
Hanna
Karoline Schuch
Hannas Reise - Poster 2

Hannas Reise

Julia von Heinz

Produktion Land / Jahr
2013
Sprache
dt., engl. OF m. dt. UT
Format
DCP, Farbe, 99min
2.39:1, Discrete 5.1

Regisseur & Crew

Julia von Heinz 1

Julia von Heinz

Geboren 1976 in Berlin. Studium und Promotion an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. Tätig als Regisseurin, Drehbuchautorin, Produzentin und Hochschulprofessorin.

Filmografie

2001 Doris Kurzfilm
2003 Lucie & Vera Kurzfilm 2003
2007 Was am Ende zählt Spielfilm
2008 Alles was am Ende zählt Spielfilm
Standesgemäß Dokumentarfilm 2008
2012 Hanni und Nanni 2 Spielfilm
Rosakinder Dokumentarfilm
Co-Regie
2012
2013 Hannas Reise Spielfilm 2013
2015 Ich bin dann mal weg Spielfilm
2017 Katharina Luther TV-Film
2018 Für immer und dich TV-Film 2018
2020 Und morgen die ganze Welt Spielfilm 2020
2021 Eldorado Kadewe TV-Serie
Isolation – meine Väter Episodenfilm
Co-Regie
2021
2024 Treasure Spielfilm
She gets it from me

Seit ich denken kann, fuhr meine Mutter jährlich nach Israel, lernte Iwrit und unterhielt Freundschaften und Beziehungen in dem Land. Ihr Vater hatte eine jüdische Mutter gehabt, und durch diese Wurzeln spürte sie eine enge Bindung zu dem Land. Ich selbst begann ebenfalls als Jugendliche, dorthin zu fahren. Deshalb war es mir eine große Freude, als ich die Anfrage bekam, Theresa Bäuerleins Roman „Das war der gute Teil des Tages“ zu verfilmen, eine deutsch-israelische Liebesgeschichte in der dritten Generation nach dem Holocaust. Wir haben diesen Film mit viel Humor erzählt, so wie ich ihn aus Israel kannte, so wie man, zumindest damals, sich nicht traute, in Deutschland über dieses schwere Thema zu sprechen. Es war auch meine erste Zusammenarbeit mit Karoline Schuch, auf die noch weitere folgen sollten. Unvergesslich ist für mich die Recherche und der Dreh in den deutschsprachigen Altenheimen in Israel, wo tatsächlich damals noch Holocaust-Überlebende deutsche Freiwillige aus der dritten Generation wöchentlich empfingen, um ihnen persönlich das Erlebte nahezubringen. Heute lebt fast niemand mehr von ihnen. Lia König, die bei uns die Gertraud spielt, 1929 geboren in Lodz, lebt noch heute bei Tel Aviv. Sie ist das Herz des Filmes.

Die Beschäftigung mit der Nachwirkung des Holocaust auf die folgenden Generationen ließ mich seit diesem Film nicht mehr los und sollte mich bis heute begleiten.

Maske
Agnes Ellert
Silke Dotzauer
Musik
Matthias Petsche
Produzent*innen
Harry Flöter
Jörg Siepmann
Production Design
Eytan Levy
Drehbuch
John Quester
Julia von Heinz
Schnitt
Florian Miosge
Casting
Esther Kling
Daniela Tolkien
Kostümbild
Hila Bargiel
Kamera
Daniela Knapp

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