Montréal, Anfang der sechziger Jahre: Die 13-jährige burschikose Hanna kehrt aus den Ferien bei den Großeltern nach Hause zurück und muss sich mit ihrem Erwachsenwerden und ihrer Familie auseinandersetzen. Ihr heimatloser jüdischer Vater versucht erfolglos, sich als Schriftsteller durchzuschlagen; die fragile Mutter ist ständig überarbeitet.
Unterstützung findet Hanna bei ihrem Bruder sowie bei ihrer Lehrerin, die Hannas Idol Anna Karina in Jean-Luc Godards „Vivre sa vie“ ähnelt. Doch Hanna muss erkennen, dass ihre Freiheit von den Entscheidungen abhängt, die nur sie alleine treffen kann. Wie die betörende Nana in Godards Film ist auch Hanna frei, aber vor allem dafür verantwortlich, ihr Leben zu leben.
Emporte moi
Léa Pool